Zu den Spinnentieren (Arachnida) gehören neben den Echten oder Webspinnen noch weitere Ordnungen, von denen bei uns aber nur die Weberknechte und Pseudoskorpione sowie die Milben vorkommen, die hier wegen ihrer Artenfülle und unterschiedlichster Lebensweisen nicht behandelt werden können.

Webspinnen - Araneae

Webspinnen - Araneae

Die weltweit verbreiteten Echten Spinnen oder Webspinnen stellen mit derzeit 46 058 bekannten Arten (WeltSpinnenCatalog, Juni 2016) die artenreichste Ordnung der Klasse der Arachnida dar. In Mitteleuropa kommen über 1300 Arten vor. Obwohl Webspinnen sehr vielgestaltig sein können, sind grundlegende Elemente ihres Körperbaus immer gleich. So ist der Körper stets zwei geteilt. Der Vorderkörper wird Prosoma genannt. Dort setzten auch die vier Laufbeinpaare sowie die Pedipalpen und die Cheliceren an. Außerdem sitzen am Prosoma meist 8 Augen. Im Hinterkörper, dem Opisthosoma, liegen alle lebenswichtigen Organe. Am Ende befinden sich die Spinnwarzen. In den innenliegenden Spinndrüsen wird die Spinnseide gebildet. Je nach ökologischer Funktion der Spinnseide unterscheidet sich die Zusammensetzung von Spinn- und Klebsubstanzen. Webspinnen leben räuberisch und haben eine Vielzahl an Beutefangmethoden entwickelt. So gibt es alle Zwischenformen vom aktiven Laufjäger zum Lauerjäger in einem komplex gesponnenen Netz. Meist zeigen Webspinnen einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus, wobei die männlichen Tiere kleiner als die weiblichen sind.