Die Spinnenfauna des Nationalparks Schwarzwalds

Spinnen sind nach den Insekten die häufigste und artenreichste Tiergruppe auf dem Land. Der Besitz von Gift, das sie zum Beuteerwerb einsetzen und das im Tierreich einzigartige Spinnvermögen aller Altersstadien machen sie zu sehr effektiven Räubern. Sie nehmen im Nahrungsnetz aller terrestrischen Ökosysteme eine wichtige Position ein.

Weltweit sind mehr als 46.000 Spinnenarten beschrieben (World Spider Catalog, Stand Herbst 2016). In Deutschland sind 992 Arten und Unterarten heimisch (s. Rote Liste des BfN 2016) und aus Baden-Württemberg kennen wir 740 Arten. Aus dem Gebiet des Nationalparks sind bisher 275 Arten nachgewiesen, zu rechnen ist sicher mit über 400 Arten.

Spinnen sind formenreich, bunt und faszinierend - und doch haben viele Menschen auch Angst vor diesen kleinen Tieren. Tatsächlich gibt es keine einzige Spinnenart in Deutschland und nur sehr wenige weltweit, die für den Menschen in irgend einer Art und Weise gefährlich sind. Wie alle Lebewesen nehmen sie ihre Rolle im Ökosystem ein und sind darin schützenswert.

Für die Wissenschaft sind Spinnen an sich schon sehr interessant, in ihrer Biologie, ihrer Lebensweise, ihrer Vielfalt. Sie sind Produzenten eines technisch unerreichten Werkstoffs - der Spinnseide, deren Herstellung wir gerade erst zu verstehen beginnen sowie artspezifischer Cocktails an Giften, die für die Pharmakologie von großem Interesse sind. Und sie sind als Modellorganismen für zahlreiche wichtige Fragestellungen der Biologie und Ökologie geeignet, z.B. die Reaktionsfähigkeit von Arten auf den Klimawandel.

Familien

Wir stellen hier mit Bildern und kurzen Beschreibungen die wichtigsten Spinnenfamilien vor, die sie auch mit etwas Erfahrung erkennen können.
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Feldbestimmung

Auf dieser Seite können sie im Nationalpark entdeckte Spinnen bestimmen.
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SPINNENPORTRAIT

Clubiona reclusa Clubiona reclusa O.P.-Cambridge, 1863

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